Alle Ihre Körper


Zwei Erzählungen


Ritter-Verlag,
Klagenfurt und Wien 1996.

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Textauszug

Presse1

Presse2

































ALLE IHRE KÖRPER



SIE FOLGT EINEM TOTEN. Mimi wird mitten hinein geboren und ist nicht die Tochter ihrer Mutter. Nicht die einzige. Ihr Geburtstag wurde übergangen. Man nahm sie nicht genau. Im Krankenhaus ist sie unter vielen. Die Schwestern packen die Kinder am Kragen, legen sie zusammen, Körper an Körper in Wannen aus Metall. Sie verhindern so das Schreien. Mimis Mutter will ihr Neugeborenes nicht sehen. Sie ist blind wegen des Schlags, den das Schicksal ihr gibt und wegen des Geschlechts. Sie sieht aus dem Fenster und sagt: ,Meine Gebete hat man nicht erhört" Damit setzt sie in die Welt, daß sie einen anderen an Mimis Stelle will. Der leere Platz in ihrem Herzen giert nach einem Sohn. Mimi bleibt hinter Glas, unter einer weißen Decke in einem anderen Raum. Sie folgt dem Toten. Alleingelassen drückt sie sich an das Kind in ihrer Nähe, sie schreien trotzdem in der Kiste. Nichts zu trinken. Die Mutter will sie nicht kennen. Sie gibt keine Milch, liegt verklammert mit dem Vorher, ihrer Heimat. Die neue Stadt ist viel zu groß, zu hoch, zu laut. Sie spricht nicht die richtige Sprache, um hier zu verstehen. Die Krankenschwestern halten ihr das Kind vors Gesicht am nächsten Tag, und wieder schüttelt sie den Kopf zum Nein. Sie tragen Mimi davon. Erst nach vier Tagen öffnen sich die Augen. Die Mutter erinnert: Etwas hatte sich verwandelt unter ihrer Haut. Ein Kind. Ihr Traum war endlos größer als der Körper, den nun Mimi gebraucht.
Die Seele eines Toten ruht in ihrem Bauch. Und als die Mutter Mimi nimmt, stülpt sie das Wünschen über ihre Tochter. Kleine Stücke fremder Seele nimmt das Kind so ein, auch männliche Teile, die die Mutter sieht an ihr. Mimi ist keine reine Tochter, ist der so nicht eingetretene Sohn. Und ihren Vater macht die Verschwendung laut. Inmitten eines Niedergangs empfindet er es sinnlos, Kinder zu setzen.Er muß nämlich alle durchbringen und ist verschlechtert in der Lage. Die Mutter aber besteht nun darauf. Sie schleppt Mimi. Daheim wartet die ältere Tochter, auch sie ein Wunder, wie sich bald zeigt. Die erste Nacht schreien sie gemeinsam. Die Kinder füllen ihre Mutter aus.

DIE ROLLE IST WEITER ALS EIN KLEID. Dallas reiste lang um die Welt, vertraute sich nur den Vertrauten an. Die Kleiderfrau hat den Vorteil, daß Dallas Tod noch frisch ist und sie verrät noch jede Einzelheit. Eine Mimi zusammengesetzt aus öffentlichen Reden. Mag es Zufall sein oder Fügung: Ab und zu geschieht, daß ein Mensch mehr bedeutet als er selbst. Dallas konnte nicht nachmachen, meint die Kleiderfrau. Sie war ständig die andere und deshalb einzig. Und was wir leiden können, zeigte sie uns im Spiegel. Während der Arbeit trat das immer wieder hervor: Die Motive waren anderer Natur. Wichtiger war, sagt die Kleiderfrau, noch der SPALT. Den Spalt habe ich enthüllt. Und nach und nach gewann das Bildnis Schärfe, Farbe, sagt die Kleiderfrau. Es schimmerte durch die Erklärung, es schälte aus dem, was für sich stand. Neue Fingerzeige kamen vor, und sie fühlte sich etwas beobachten, was dem Entwickeln ähnelt. Die Umrisse traten hervor und nahmen Gestalt. Die Kleiderfrau sagt, Leidenschaft und Kunst waren unnennbare Teile. Und sie beginnt und sie erzählt: Das Wichtigste von einem Namen, zu dem Dallas fand.

VOR DEM WEINEN stellt sich das Singen ein. Ein Blatt, eine Zeichnung, weiß und schwarz, Linien auf einem Stück Karton. Mimi hebt ihn vor die Augen und legt ihre Stimme daran. Sie spricht noch nicht, und schickt die Laute auf und ab, die schwarzen Punkte zeigen an. Doch wie könnte sie lesen. Sie nimmt es als gegeben, daß die Zeichen Singen sind, eine Aufforderung. Eine Freude und Lachen dann, wenn man sie bemerkt. Die Mutter blickt, endlich für Mimi, was sie weiter spornt, und die Mutter reißt das Heft aus ihrer Hand, hält es nun der Schwester vor. Die Schwester singt auch. Sie ist älter. Mimi weint.

ALLE IHRE KÖRPER. Das Wichtigste ist vorher klar, der Name ist schon festgelegt, und er beginnt vor der Geburt und nur eine Stimme ist zu hören. Der Großvater sieht vor. Aufgeschnappt singt er nach Gehör. Von da kam es also, sagt die Kleiderfau. Der Großvater ieß sich hören und die schlechteren Sänger schwammen davon, schlossen sich ein. Er sang schier unaufhörlich. Und auch die Mutter Mimis war schon attraktiv, doch sie begnügte sich nach der Heirat. Rund ein Jahr lang hielt sich Mimis Vater schadlos. Als er immer wieder sprang, erzählt die Kleiderfrau. Erst als ein Platzhalter ankam, entstanden die typischen Gefühle vom Glück. Doch der Sohn gehörte zu den ersten Opfern, und sein Tod erzeugte den Spalt. Nie mehr zusammen, haben sie sich gesagt, sagt die Kleiderfrau, und was nicht zu ertragen war, sann auf einen Ausweg. Daß es übers Meer ging, hatte der Vater der Mutter nicht erzählt. Und so bereitete sie sich auf einen anderen Sohn vor. Griechische Teppiche, griechische Polster und griechische Bilder machten eine Heimat aus. Ein Sohn füllte die Leere und in Erwartung war alles schön blau, sagt die Kleiderfrau und alles übrige wurde im voraus gekauft, aber zu klein. Mimi kam als Lämmchen in die Welt. Die Schwestern fragten, sagte die Kleiderfrau: Welcher Name kommt auf das Band an ihrem Arm? Ein Vorname? Die Mutter gab vier her, der Vater setzte zwei Namen nach, und schon war Mimi als Baby gewöhnt. Die Mutter wollte hervorragen und hatte als Ehefrau schon viel verloren, sagt die Kleiderfrau, und darum setzt sie ihre Töchter ein.

GEGEN-SINGEN. Der Vater flucht, die Kinder lernen singen. Mimi läuft im Sommer davon. Sie bringt Noten in den Garten, knüpft an die Pflanzen ein Lied. Entkommen ihrem weißen Kleid bespricht sie die Blumen. Gibt Namen, behandelt sie wie ihr Vater das Kind. Sie schlägt nach hängenden Zweigen. Dabei hat sie sie immer geliebt. Im Sommer leben sie weit von der großen Stadt entfernt, im Vorher. Alles dunkler und zerstört, von woher der Vater stammt. Mimi stimmt ein Lied an und fühlt sich geliebt. Der Ton ist es, der den Körper hebt, seinen Umriß verschiebt und als Stamm eines jungen Baums geht Mimi durch das Lied. Sogar die Arme zählen. Sie muß nichts unterscheiden zwischen dem Grün. Die Blätter bleiben an ihr hängen, Mimi fühlt sich erhöht. Wenn sie allein im Garten ist, entscheiden nicht die Fotografien. Sie kann davon. Niemand vergleicht, und keine ist ihr nahe im Gesang. Sie hüpft auf einen Stein. Wiegt dennoch schwer. Ihr Körper bleibt, wenn sie schweigt. Sie schließt die Augen, atmet Sonne, singt...

DIE TOCHTER UND IHR UMRISS. Die Kleiderfrau sagt, es war im Juli. Mimi lief auf ihre Schwester zu, und ein Auto jagte daher, schleifte sie. Da erschien ein Arzt und sagte, daß die Gefahr draußen wäre. Die Mutter streute Pfeffer auf die Lippen, und Mimi war schwierig im Kopf. Sie prügelte gern, sagt die Kleiderfrau und Monate später erschütterte die ganze Welt aus wirtschaftlichen Gründen. Sie zogen in immer weniger teure Wohnungen. Geld wurde so zentral im Haus. Der Vater hatte sich einer Anpassung unterzogen, und so ging es dahin. Aber seinen eigenen Herrn mußte er sich herausschlagen. Trotzdem lag ihm die Mutter im Ohr. Sie konnte nicht genug. Sie verzehrte viele neue Wünsche mit den ausführlichen Schilderungen eines Lebens. In Vaters Augen wurden die Sorgen verrückt. Die Mutter blätterte seine Scheine und der Vater sagte ihr das ins Gesicht. Und er wiederholte es. Und die Arbeit wurde zu einem Stoff der Träume. Doch alles rechnete sich zu dem Punkt, wo die Menge vor dem Fenster nicht wankte. Sie lauschten der Taube und Mimi brachte sie heraus. Geld und mit Ansehen bekleiden, kam so aufs selbe, sagt die Kleiderfrau. Deswegen begann die Mutter bald zu stehlen. Sie zog Mimi und machte sie schlechter aussehen, als sie war. Die Mutter teilte die Töchter ein. (Werden die Töchter ihre Töter sein?)

KINDERSTIMME. Mit Schreien, Flöten, Wimmern fängt es an. Dann folgt die Stimme der Bewegung. Im Sprechen, Singen, Lachen, Glucksen wird kräftig geübt. Mit dem Alter wird die Stimme fest und nur beim Sprechen noch kräftig. Schreien und Kreischen schränken sich ein. Knaben benehmen sich robust. Sie klingen herb mit hartem metallischen Glanz.
Mädchen kichern, schäkern, lachen silbern, weich. Sie verlieren laut. Die Stimme kommt zum Schwinden durch den Nicht-Gebrauch. Mädchen verhindern ihre Kraft. Männer erfahren eine Tiefe.
Frauen erhalten die Stimme ihrer Jugend und färben sie um. Bekannt ist, daß der Mensch die Welt mit Schreien tritt. Und daß der laute Klang den Körper fördert. Die Schreistimme des Kindes verfügt über eine hohe Leistung. Schreien, Lallen und Flöten sind der Ausgang zur Form. Das Kind will nicht an einer Leiter üben, es will sich in alle Richtungen dehnen und erzeugen. Diese Töne halten nicht immer die Linie. Das Kind unterhält mit Lauten und Rufen, spricht mit hohen Tönen zu Puppen und Tieren, mit tiefen Tönen beim Anpassen zum Wachsen. Die Stimme baut aus. Mit Jauchzen, Lachkaskaden schreitet sie fort und schützt das Organ. Beim Sprechen schränkt es ein.
Das Klangbild der Mutter zeigt bei Strafe an. Sie verbietet den Schreiton. So ist es kein Wunder, wenn die Hälfte der Kinder nur noch heiser klingt. Ihre Stimmen versagen. Mit dem Eintritt in die Schule beginnt die Tragödie der Stimme. Das Singen bleibt ein frommer Wunsch. Durch Lenken und Steuernwollen wird die Störung verstärkt. Die Stimme wird geworfen aus Richtung und Ziel.

NASE. Die Nase wird zum Problem. Der Mensch ragt aus dem Gesicht und wittert dort Gefahr. Die Nase fällt ins Auge. Man erkennt daran, was stimmt. An der Nase kann man böse sein oder unempfänglich oder dumm oder die Nase zeigt spitz auf die Zunge. Niedlich, kindhaft, harmlos macht sie keine Angst, doch bei Mimi gilt das Organ als Zeichen für den Mann. Im Heranwachsen springt es hervor und herrscht über das Gesicht, kommt ihr vor. Die anderen Zungen besprechen ihre Form. Sie machen Spaß, doch für Mimi hört er auf. Sie will nicht groß riechen und hätte lieber gerne ein höheres Gefühl. Sie will nicht jüdisch herabgesetzt sein, möchte lieber mehr kosten. Sie denkt sich als umgekehrte Anziehung. Das Mindere sitzt fest und hält ihr Leben vor. Sie schiebt Beruf und Glück auf ihre Nase. Von dort aus schlägt es fehl, sagt sie dann. Mimi träumt davon, sie fände den Weg. Sie würde sich verrichten lassen durch einen Arzt. Hinter diesem Wunsch wartet die Neurose mit einem Motor.
Mimi spricht zu ihrer Mutter: Meine Nase ist krumm, warum?
Die Mutter weist sie zurecht: Was ist schon die Nase! Was macht das noch aus? Alles zusammen zählt mehr als der einzelne Teil.
Mimi: Doch woher nimmt meine Nase ihren Weg? Niemand sonst in der Familie geht ihn so.
Die Mutter voll schlechtem Gewissen: Es stimmt. Wir sind gerade, aber du. Hör auf, dich zu besehen. Vielleicht wirst du später schön.
Mimi: Ich will auch. Ich habe das Recht.
Mutter: Wärst du nicht so bewegt gewesen!
Mimi: Warum?
Mutter: Als Baby zog ich dich aus, du drehtest dich fort, fielst. Du hast dir die Nase selbst gemacht.
Mimi: Es ist deine Schuld!
Mutter: Deine. Eine Mutter kann nicht immer sehen.
Mimi: Du machst mich verkrüppelt und krank.
Mutter: Und wer ißt stundenlang? Sage ich dir das vor?
Mimi: Du verdirbst mein Leben, verklebst mir den Magen. Ich esse immer deine Reste auf.
Mutter: Du ißt das tägliche Brot, sei froh.
Mimi. Ich will schön sein, wie...

NAME. Am nächsten Tag holt Mimi sich Information und liest: Eine Nase wird heute normalerweise gleich dreifach verändert. Die Hand auf ihr greift mehrfach ein. Sie stößt von innen nach vor und verläßt sich aufs Gefühl. Die Nase kann gerader, kürzer oder schmäler sein. Nur einmal im Leben wächst die Nase weiter, im Alter mit fleischiger Haut. Auf dem Tisch wird der ganze Körper abgedeckt, auch die Augen. Manche Ärzte haben ständig ein Foto, andere zeichnen und richten sich danach. Auch Schnitte und Schleifen. Es stört nicht, wenn die Nase knautscht und mit voller Kraft nach oben drückt. Man sieht das Innere besser so. Es ist wichtig, daß die Innenauskleidung der Nase erhalten bleibt, damit sie später funktioniert. In das jeweilige Loch wird eine Lichtquelle geführt. Der Arzt stemmt den Knochen. Dann klingt`s hell im Saal. Jeder noch so kleine Splitter wird geborgen, damit nichts verwächst. Es läßt sich nicht vermeiden, daß Blut fließt. Ein zusätzlicher Schnitt verschafft dem Arzt Zugang. Zum Schluß schiebt und drückt er die neue Form nochmals mit den Händen und klebt sie fest. Anschließend kommt eine Brille aus Eis. Das Gesicht sieht zwei bis drei Tage am schlimmsten aus. Man darf sich nicht kräftig schneuzen. Fäden lösen sich von selbst auf. Mimi beschließt. Bloß der Name soll geändert sein. Sie verzichtet auf die neue Nase.

VORÜBUNGEN. Eine Hilfe sind die Maschinen. Magnetbänder drehen sich in Mimis Nähe und sie kann schon vernehmen, daß ein Mädchen stirbt, gefangen ist, verführt von einem Mann. Die Mutter dreht an den Knöpfen und Mimi hört, daß der Bruder die Schwester verfolgt. Die Frau darf nicht, wohin sie liebt, muß daheim zufrieden sein. Die Mutter bewundert das sehr. Am Nachmittag sind sie oft eine Familie und die Gesänge kommen in die Wohnung, übertragen, und die Mutter bildet ihre Kinder. Und wenn sie versagen, müssen sie es besser sein das nächste Mal. Auch im Lesen. Schließlich brauchen sie die Instrumente. Andere Tastenmittel erhält Mimi mit acht Jahren. So kann sie später ohne Hilfe wiederholen. Und alle Rollen selber sein.
Mit zehn Jahren ist sie soweit, daß sie Zigaretten aus dem Fenster wirft, und der Vater mit dem Messer fordert sie auf. Sie lacht bloß und ist besonders intelligent. Sogar die Passanten unterm Fenster halten an, und so gewinnt sie endlich ihren Preis. Der Preis sagt eine Zeit, und Mimi löst das Versprechen. Ihre Mutter plant. Ohne Sohn würde sie vollständig nie sein. Also treibt sie die Töchter, und Mimi wird früh reif. Sie hat kein Interesse daran, das Tier zu sein. Doch die Mutter sieht nicht hin. Hört in sich hinein. Ist überzeugt zurückzukehren, wo der Sohn sich tot befand. Ein Grab im Süden soll der Beginn der Stimme Mimis sein. Auch der Vater stimmt mit einem Mal. Zu Weihnachten ist sein Name dann geändert. Als Dallas schifft Mimi nun ein. Mit strähnigen Haaren wirft sie eine Nelke nach dem Kapitän. Und die ganze Überfahrt lang sperrt man sie ein. ,Man zieht keine Blumen aus der Nase", wirft die Mutter ihr vor. Mimi wird zur Maschine. Sie muß für jedermann. Ihre Mutter weist sie an.

DER WILLE ZUR FRAU. Mimi erfindet sich den Mann. Es muß ein Fremder sein. Sie sieht ihn an einer Straßenecke stehen, er kauft die Zeitung, faltet sie auf, liest. Er geht nicht weiter, und sie glaubt, er könne sie sehen. Er könne sie ansprechen. Sie geht davon, stellt sich ihre Antwort vor, denkt sich aus. Wie könnte es gewesen sein? Zuhause spricht sie nicht, findet ihre Passion, setzt sich auf den Stuhl, sieht ihn vor sich. Sie fühlt seinen Blick an ihrem Kleid. Sie kann sich sehen, wie er sie jetzt sieht. Sie kann geschehen lassen, was er will. Sie rückt ein wenig die Beine, überläßt ein Stück ihres Strumpfes seinem Schauen. Er tritt näher, fordert sie auf. Sie hebt ihre Hand, erfindet einen leichten Schauer bei seinem Kuß darauf. Senkt den Blick, sieht zuviel auf einmal. Er tritt zurück. Die Mutter ruft: Essen, Mimi, essen! Und sie läßt ihn ziehen, er tritt in die Wand, in ihren Kopf hinein, sie erhebt sich, geht zum Tisch. Die Mutter fragt: Was ist? Mimi: Du kannst das nicht verstehen. Die Mutter: Also iß. Mimi ißt.

DIE TOCHTER LÄSST DEN UMRISS. Mimi begann in der Schule, und wo immer sie gewann, hat sie der Kleiderfrau erzählt, spielte die Tochter eine Rolle und die Mutter stellte den Vergleich. Der Schluß lag auf der Hand, denn die Schwester würde eine schöne Partie. Nur Mimi schien dagegen. Mit einer Unmenge Pickel auf der Nase und versteckten Augen. Wozu sollte das gut sein, hat sie der Kleiderfrau erzählt, es gab keinen Zweifel aus dem Schatten heraus. Und die Schwester sah man stets versorgt, während Mimi durchschlagen würde müssen, betont die Kleiderfrau. Ihr Leben sah als alte Jungfrau aus. Und Mimi trug kräftig dazu bei. Sie steckte bald auf, um sich zu entwinden. Gab das Maß fort, den Vorzug der Frau, der besteht in Aussehen, Charme und Kleidern. Den Verdacht wurde sie später nie mehr los, erzählt die Kleiderfrau, daß in der Senke alles klassisch weiblich sei. Und das Kind in Mimi wurde wirklich alt.













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